Coburger Fuchsschafe

Das Coburger Fuchsschaf ist eine alte Landschafrasse aus Deutschland, die wenig bekannt ist. Ab 1900 verschwand die Rasse mehr und mehr. Glücklicherweise blieben einige Tiere erhalten und wurden durch Reinzucht vermehrt. 1966 wurde das Coburger Fuchsschaf in Deutschland wieder als Rasse anerkannt. Der Coburger Fuchs ist mittelgroß, hornlos und hat eine rotbraune bis goldene Kopffärbung. Die Wolle ist cremefarben, mit roten Stichelhaaren. Die Lämmer kommen mit einem rotbraunen Fell zur Welt; mit zunehmendem Alter verblasst die Wolle. Man spricht auch von dem goldenen Vlies. Wir sind Mitglied in der Genossenschaft www.das-goldene-vlies.de, die verschiedene Wollprodukte vom Coburger Fuchsschaf wie z.B. Jacken und Pullover oder Socken und Filzeinlegesohlen verkaufen. 

Unsere Schafe sind sehr robust und brauchen im Winter eigentlich keine Stallungen. Bis spät in den Herbst weiden sie noch die Hänge ab. Dennoch überwintern sie in der Lammzeit in einem Offenlaufstall. Das vereinfacht die Fütterung und die Pflegemaßnahmen und erlaubt eine bessere Kontrolle des Bestands. 

 

Unsere Herde ist zur Zeit ca. 100 Muttertiere stark. Obwohl die Schafe leckeres Fleisch liefern, schöne Wolle und kuschelige Felle, steht diese Nutzung nicht im Mittelpunkt unseres Interesses. Vielmehr ist es der „goldene Huf“ des Schafes, das die Tiere so wertvoll macht. Sie weiden unsere Rinderkoppeln nach und halten die Streuobstwiesen sauber. Unsere Schafe helfen so dabei, die Eichsfelder Kulturlandschaft zu erhalten. Sie beweiden sensible Biotope wie Feuchtwiesen und Streuobstbestände und halten Extremstandorte wie Buschland oder steilere Hänge offen. Viele bedrohte Pflanzen und Tiere finden dort ihre Rückzugsräume. Ohne Weidetiere würden diese Lebensräume mit ihrer biologischen Vielfalt verschwinden und es entstünde wieder Wald.