Kartoffeln

Kartoffeln, oft fälschlicherweise als Dickmacher verschrien, sind mit ihrem hohen Gehalt an Vitamin C und Proteinen eine gesunde Bereicherung des Speiseplans.

Unser Ziel war es nie, für den Massenmarkt zu produzieren. Wir wollten jene Sorten finden, die auf unserem Land ihr geschmackliches Potential am besten entfalten. Das ist uns (hoffentlich) gelungen, und wir haben unterwegs etliche spannende und bizarre Kartoffelsorten kennen gelernt. 

 

Auf unserem Kartoffelacker wachsen schmackhafte Sorten aus verschiedenen Epochen. Sie haben sich mit guten Ergebnissen bei vergleichenden Testessen mit den Landfrauenvereinen des Werra-Meißner-Kreises bewährt.

 

Welche Sorte für welches Gericht?

 

Speisekartoffeln lassen sich nach ihrem Kochtyp drei Gruppen zuordnen:

  • Mehligkochende Kartoffeln eignen sich am besten für Klöße Suppen oder Kartoffelbrei. 
  • Festkochende Kartoffeln sind formstabil und werden verwendet für Salate, Gratins, oder Pellkartoffeln.
  • Vorwiegend festkochende Sorten machen sich am besten in Aufläufen, Eintöpfen oder als Brat- und Salzkartoffeln. 

Sicher fällt nicht jede Ernte gleich aus. In kühlen und feuchten Jahren fallen die Kartoffeln – quer durch alle Gruppen – festkochender und ihr Fleisch dunkler gefärbt aus. In warmen und trockenen Jahren dagegen werden die Knollen stärkereicher, also mehliger und blasser.

Aktuell haben wir folgende Sorten im Angebot:

  • Melina, mehligkochend
  • Setantamehlig, mittelfrüh, oval, rotschalig, gelbfleischig, Ursprung : Irland, Speisewert : sehr gut 
  • Granolavorwiegend festkochend, mittelfrüh, rundoval, gelbschalig, gelbfleischig, Ursprung : Deutschland 1975, Speisewert : hervorragend
  • Ackersegenvorwiegend festkochend, spät, rundoval, ockergelbschalig, gelbfleischig, Ursprung : Deutschland 1929, Speisewert : gut 
  • Blue Danubevorwiegend festkochend, früh, langoval, blau-rotschalig, weißfleischig, Ursprung : Ungarn 2009, Speisewert : gut 
  • Edelsteinfestkochend
  • Red Fantasyfestkochend
  • Buttefestkochend, mittelfrüh, rundlich, gelbschalig, gelbfleischig, Ursprung : USA 1972, Speisewert : sehr gut

Anbau

 

Kartoffeln brauchen, wenn sie nicht chemisch unterstützt werden, vor allem einen leicht durchwurzelbaren Boden, um sich gegen Krankheiten und Fressfeinde bestmöglich wehren zu können. Bodenverdichtungen sind Gift für Kartoffeln, weil das feinverzweigte aber nicht durchsetzungsstarke Wurzelwerk diese Schichten nicht besiedeln kann.

 

Aus diesem Grund beschränken wir den Einsatz von Maschinen auf das arbeitswirtschaftlich unumgängliche Minimum, und ein großer Teil der Pflegearbeiten, auch das Absammeln der Kartoffelkäfer, erfolgt von Hand. Gespritzt wird nicht, auch nicht mit im Ökoanbau zugelassenen Präparaten. Die reifen Kartoffeln werden im Herbst maschinell gerodet und dann per Hand aufgelesen.

Lagerung

 

Die Ernte wird handverlesen und unter Naturlagerbedingungen eingekellert. Die im Großanbau – auch bei Ökos – übliche technische Manipulation der Lageratmosphäre ist in unseren Dimensionen entbehrlich, weil wir vitale Knollen unter günstigen äußeren Bedingungen und bei gewissenhafter Pflege lagern.

 

Verkauf

 

Preis ab Hof:

  • marktgängige Sorten 1,50 €/kg
  • 25 kg 25,- €
  • ab 50 kg 40,- €

Gebinde: Säcke zu 5 kg, 12,5 kg und 25 kg